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Charlottenburg: Dieser Bezirk, den die meisten wohl nur mit dem Schloss verbinden. Es war soweit. Dieser Bezirk war der letzte fehlende Bezirk meiner 21 in 21 Challenge. Damit hätte ich dann alle Bezirke Berlins mit dem Fahrrad abgeradelt. Also nicht jede Straße, aber die Highlights. Wow. Ich war schon vorab ein wenig aufgeregt.

Es war Ende Oktober und das Wetter sollte nochmal ganz erträglich werden. Ich fuhr mit dem Regionalzug (die S-Bahn fuhr mal wieder nicht) zum Bahnhof Zoo. Hier begann meine Radtour. Zunächst fuhr ich Richtung Norden auf dem Fußweg zwischen Bahntrasse und Zoo. Man kann hier teilweise in die Gehege reinschauen. Vorbei am Gaslaternen-Freilichtmuseum zum Hansaviertel. Dieses Wohnviertel wurde im Rahmen der Interbau 1957 geplant und in den Folgejahren realisiert. Es gilt als Beispiel moderner Stadtplanung und Architektur jener Zeit.

Radtour Berlin Charlottenburg

Auf der anderen Seite der Bahntrasse ging es wieder zurück zum 17. Juni. Hier findet jedes Wochenende der wohl größte Antikmarkt Berlins statt. Ich fuhr ein Stück am Salzufer entlang und dann durch die Wohngebiete Richtung Schloss Charlottenburg.

Hier war ich schon häufig, ich mag es sehr. Der Schlossgarten (Eintritt frei) ist zu jeder Jahreszeit magisch. Ich hatte jedoch mal wieder Glück und die Turm in der Mitte des Schlosses war eingezäunt. Ich fuhr eine Runde herum und dann weiter zur Schloßstraße. Die Bäume waren teilweise schon etwas kahl und ließen so freie Sicht auf die teilweise tollen Gründerzeitbauten rechts und links. Hin und wieder steht hier dann aber auch mal die ein oder andere Bausünde. Das macht aber das Flair der Schloßstraße aus.

Gastro-Tipp: Café Kunstpause in der Sammlung Scharf-Gerstenberg, Schloßstr. 70, 14059 Berlin.

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Meinen Blog gibt es auch in Buchform. Einmal "Radtouren am Wasser Berlin & Umgebung" mit 25 Touren entlang von Spree, Havel und Wannsee und "Radtouren für Langschläfer Berlin" mit 35 Halbtagestouren in der Hauptstadt und Umgebung.

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Ich radelte bis zum anderen Ende der Schloßstraße, dem Sophie-Charlotte-Platz, und nach einem Schlenker auf dem unsäglichen Kaiserdamm erblickte ich schon den Lietzensee. Ich überquerte den Damm und fuhr entlang der Westseite des Lietzensees. Die Häuser drum herum und die herbstbunten Bäume waren magisch.

Radtour Berlin Charlottenburg

Einmal um das Westkreuz herum fuhr ich zum Halensee. Hier war ich noch nie. Viele Ausflügler waren unterwegs. Man kann hier auch ein Stück am Ufer entlang fahren.

Entlang der Trabener Straße zum S Grunewald. Hier befindet sich das Mahnmal Gleis 17, welches schon lange auf meiner To Do Liste stand. Während des Zweiten Weltkrieges fuhren zahlreiche Deportationszüge von hier ab. Auf beiden Seiten des Gleises 17, von dem die meisten Deportationszüge Berlin verließen, wurden gusseiserne Platten verlegt. In chronologischer Folge wurden hierrauf alle Fahrten von Berlin mit Anzahl der Deportierten und dem Zielort dokumentiert. Viele weißen Rosen waren hier ausgelegt. Die Stimmung war eher bedrückend. Das herbstliche Wetter tat sein übriges dazu.

Radtour Berlin Charlottenburg

Ich machte eine Pause im Bahnhofsbäcker. Aufwärmen tat gut.

Gastro-Tipp: Restaurant Floh, Am Bahnhof Grunewald 4, 14193 Berlin (hier kann man auch die Örtlichkeiten benutzen)

Über die Königsallee fuhr ich weiter zum Hubertussee. Mein absolutes Highlight der Radtour. Dieser See war so zauberschön. Es war keine Menschenseele weit und breit, ich fuhr durch Herbstlaub und ließ mir den Wind um die Ohren wehen. Es braucht wirklich nicht viel zum Glücklichsein.

Radtour Berlin Charlottenburg

Ich machte ein bisschen Strecke über die Paulsborner Straße. Hier und da waren ein paar Villen zu sehen. Jedoch nichts, was man nicht schon in Zehlendorf gesehen hat 🙂 An der Ecke Wangenheimerstraße stand eine traumhafte alte Villa.

So langsam ging es wieder zurück in die Zivilisation. Über den Kurfürstendamm fuhr ich noch ein paar Schlenker durch die schönen Wohngebiete an der Wilmersdorfer Straße, den Karl-August-Platz (hier findet am Samstag immer ein Wochenmarkt statt) und der Pestalozzistraße.

Radtour Berlin Charlottenburg

Der Savignyplatz darf auf einer Radtour durch Charlottenburg nicht fehlen. Am Imbiss Hasenecke hab ich mir noch eine Currywurst genehmigt. Der wohl einzige Imbiss, bei dem man auch einen Piccolo Champagner bestellen kann. Willkommen in Charlottenburg 🙂

Über die Kanstraße fuhr ich zurück zum S-Bahnhof Zoologischer Garten.

Das war sie nun also. Die letzte Radtour meiner Bezirks-Challenge. Ein krönender Abschluss wie ich finde. 


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Kommentare:

  • 4. November 2016

    Schöne Bilder! Ich war auch zwei mal in Berlin, muss unbedingt mehr mals dahin fahren und dein Beispiel folgen: mit dem Fahrrad durch Berlin 😀 Jedes Mal bin ich eine Woche da geblieben, aber es gab so viel zu sehen! Mit ein paar Räder soll es einfacher sein. Toller Artikel übrigens! 🙂
    LG
    Alex

    Antworte...
  • 12. April 2017

    Sehr schöne Bilder. Eine echt gute Idee die verschiedenen Bezirke Berlins mal mit dem Fahrrad anstatt mit irgendwelchen Sightseeing Bussen oder zu Fuß zu erkunden. Wenn ich das nächste mal in Berlin bin werde ich mir definitiv ein Fahrrad ausborgen und die Route abfahren.

    Antworte...
  • 23. Oktober 2017

    Toll! Über den Hubertussee hab ich letzte Woche witzigerweise auch gebloggt. Ich hatte vom X10 zufällig einen Blick drauf erhascht und bin noch einmal extra hingefahren und war auch total angetan – so unglaublich hübsch!
    LG /inka

    Antworte...
  • Sarah

    14. Mai 2020

    Super Blog! Danke für die tollen Einblicke! Ich werde die Idee auch übernehmen und versuchen deine Touren nachzufahren. Hast du die zufällig zum Nachfahren auf Komoot oder ähnlichem veröffentlicht? Ganz liebe Grüße
    Sarah

    Antworte...

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