Radtour durch Treptow

Denkt man an Treptow, fällt einem meist sofort der Treptower Park ein. Da ich aber bereits vom Treptower Park nach Köpenick geradelt bin, führt diese Radtour nur zu einem kleinen Teil durch diesen Park. Aber lasst euch überraschen :-)

Vom S Bahnhof Treptower Park geht es zunächst Richtung Westen, genauer gesagt zum Arena Gelände. Auf dem Weg dorthin geht es auf einen Weg direkt an der Spree mit tollem Blick auf die Molecule Man sowie dem Schiffswrack „Dr. Ingrid Wengler“. Ich liebe den Blick von hier auf die Stadt mit Oberbaumbrücke und Fernsehturm.

Ein Stück weiter geht es auf das Arena Gelände. Das ehemalige Gelände der Allgemeinen Berliner Omnibus AG ist heute eine Event Location samt Badeschiff. Ein Stück weiter am Landwehrkanal geben sich Bars und Restaurants die Klinke in die Hand (Mein Geheimtipp: Der Freischwimmer im Winter. Im Sommer übervoll, im Winter zauberschön).

Ein Stück durch den kleinen Park an der Puschkinallee geht es dann auf den Fußweg der ehemaligen Görlitzer Hochbahn. Ein wunderbarer Rad- und Fußweg. Links befinden sich alte Industriegelände, rechts die ruhigen Wohngebiete Treptows. An diesem Sonntagmorgen waren nur wenige Menschen unterwegs. Herrlich. Anschließend geht es durch den Kungerkiez und noch ein Stück am Landwehrkanal entlang.

Über die Elsenstraße geht es dann endlich in den Treptower Park. Ich fuhr zum Sowjetischen Ehrenmal, welches sich im südlichen Teil des Parks befindet. Hier war ich tatsächlich noch nie und ich was beeindruckt. Das Ehrenmal ist wohl das größte Sowjetische Ehrenmal in Westeuropa und wurde 1945 errichtet, um die im Zweiten Weltkrieg gefallenen sowjetischen Soldaten zu ehren.

Danach geht es zur Insel der Jugend am Traditionsgasthaus Zenner. Der Weg über die schöne Brücke lohnt sich. Man wird nicht nur mit schönen Ausblicken auf die Spree und den Park belohnt, auf der Insel erwartet einen auch noch ein zauberhafter Biergarten.

Über den Dammweg geht zum Heidekampgraben. Entlang des kleinen Bachs führt hier ein schön ausgebauter Fuß- und Radweg. An der Wegastraße dann ein kleiner Schlenker in eine kleine Märchen-Siedlung, wo die Straßen so schöne Namen wie Rübezahl-, Drosselbart- oder Gretelstraße tragen. der kleine Von-der-Schulenberg-Park ist sehr beschaulich samt Wasserspielen und Blumenbeeten. Weiter entlang des Heidekampgrabens bis zum Britzer Verbindungskanal.

An der nächsten Brücke muss man sein Fahrrad leider die Treppen hochtragen. Es gibt aber auch eine Rampe neben den Stufen. Über die Chris-Gueffroy-Allee geht es zur Späthschen Baumschule. Der älteste existierende Gewerbebetrieb in Berlin. Das dazugehörige Arboretum gehört als Botanischer Garten zur Humboldt Universität. Hofladen und Café laden zum Verweilen ein und waren an dem Sonntag auch entsprechend voll.

Anschließend geht es durch die Königsheide. Hier hat mich Treptow und auch Berlin sehr überrascht. Bin ich irgendwo falsch abgebogen? Bin ich hier noch in Berlin? Ja! Dieses 200 ha große Waldstück fühlt sich an wie jwd (janz weit draußen). Ähnlich wie im Spandauer Forst fährt man auf den ursprünglichen Wegen über Stock und Stein. Es waren kaum Ausflügler unterwegs. Und wenn die Sonne durch die Baumwipfel scheint, kommt man so wunderbar zur Ruhe. Es war wunderbar.

Weiter geht es über die Südostallee. In dem ehemaligen DDR-Kinderheim Makarenko wurde fleißig gebaut. Das Kinderheim-Areal wird zu Wohnungszwecken umgebaut und soll zum 1. Mai 2016 bezugsfertig sein. Am S Bahnhof Schöneweide habe ich noch einen Schlenker zum Johannisthaler Park gemacht – muss aber nicht sein :-)

Hinterm S Bahnhof geht es zum Kaisersteg. Diese Brücke habe ich noch nie gesehen und sie passt auch irgendwie gar nicht zu Berlin. Nun denn… Es geht entlang der Spree mit Blick auf den HTW Campus. Die Radtour führt dann über die Schnellerstraße zur Köllnischen Heide. Ein ebenfalls sehr ursprüngliches Waldgebiet. Mittendrin befindet sich ein Sportplatz mit herrlich ostalgischer Vereinsgaststätte. Anschließend geht es über die Dorpfeldstraße zum S Bahnhof Adlershof. Hier endet die Tour.

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Tine

Ich bin Tine, gebürtig aus Berlin und ich liebe Fahrradfahren. Ich setze mich so oft es geht auf mein Fahrrad und fahre einfach los – irgendwohin, wo ich noch nicht war. Und das hier sind meine Radtouren. Mehr Infos über mich und den Blog gibt es hier

2 Kommentare:

  1. Tolle Tour! Im Wald fühlt man sich gleich ganz weit weg vom wilden und lauten Stadttrubel. Herrlich! Im Sommer auch unbedingt noch auf der Südostallee 169 Nachmittags schauen, ob die Bioeisdiele geöffnet hat. Das beste Eis in Berlin und leckerer Kaffe und einen Schwatz mit der netten Besitzerin gehalten und dann geht’s gestärkt wieder zurück. Eine kleine Oase ist das dort! Zauberhaft und unerwartet! http://Www.bioeisdiele.de
    Danke für die tolle Tour, Tine!

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