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Das wunderschöne Erpetal. Was klingt (und aussieht) wie in einem Bayrischen Heimatfilm ist tatsächlich bei Berlin und sogar mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Das rund 180 ha große Naturschutzgebiet erstreckt sich von Hoppegarten bis nach Köpenick. Namensgeber ist der kleine Bach Erpe, ein 32 km langer Nebenarm der Spree, deren Quellbach im Norden von Werneuchen beginnt. In Köpenick mündet der Bach dann in die Müggelspree.

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Vor einer Weile habe ich mich mit Mama aufgemacht, dieses schöne Naturschutzgebit zu Fuß zu erkunden. Da uns die ganze Srecke mit knapp 13km etwas zu lang schien, hab ich einen Rundweg mit Komoot geplant. Wir fuhren mit der S-Bahn zum Bahnhof Hirschgarten, dessen Existenz mir bis dahin unbekannt war. Steigt man dort aus, ist man eigentlich auch schon direkt im Wald, genauer gesagt in der Mittelheide. Wir gingen zunächst ein Stück geradeaus und hielten uns an einer größeren Weggabelung rechts. Dort gelangten wir auf eine richtig schöne größe Grünfläche. Hier und da standen einzelne Bäume. Wow sooooo schön!

Es fällt mal wieder schwer zu glauben, dass man hier fast in Berlin ist. Wir gingen über die Freifläche und dann noch ein Stück durch den Wald bevor wir am eigentlichen Erpetal ankamen. Die Erpe ist wirklich nur ein kleiner Bach, aber die Natur ringsherum ist wahrlich traumhaft. Richtig gut für einen ausgedehnten Spaziergang und um den Kopf ein wenig fei zu bekommen. Genügend Platz für alle in Zeiten von Corona gibt es ebenfalls. Es führt ein unbefestigter Weg direkt am Bach entlang. Wir folgten diesem Richtung Norden. Es waren viele Ausflügler unterwegs, was aber aufgrund der Weitläufigkeit ok war.

Unsere Wanderung durchs Erpetal führte uns weiter bis zur ersten Brücke über den Bach. Hier bogen wir ab und gingen auf der anderen Seite wieder zurück Richtung Fredrichshagen. Auf dieser Seite führt der Wanderweg die ganze Zeit direkt an der Erpe entlang. Hier und da kann man auch einen Blick auf den Fluss erhaschen oder die Füße ins Wasser halten.

Ein Stück weiter kamen wir noch an einer Schafsweide vorbei. Ich liiiiibe Schafe! An der nächsten Brücke bogen wir links ab und kamen im Kurpark Friedrichshagen wieder raus. Es war Sonntag und der dortige Flohmarkt war in vollem Gange. Wir sind noch drüber spaziert und haben noch in einem Restauant draußen etwas gegessen. Herrlich. Die Bölschestraße in Friedrichshagen ist wirklich zauberhaft und unbedingt einen Besuch wert. Wer mag, kann hier auch noch weiter Richtung Müggelsee spazieren. Wir sind hier jedoch in die S-Bahn gestiegen – glücklich, müde und beseelt von so viel Naturzauber.

Lust auf mehr grüne Naturschätze in Berlin?

Die Wanderung durchs Erpetal macht auf jeden Fall Lust auf weitere grüne Oasen in Berlin. Passend dazu haben die liebe Kollegen von stadtpampa.de das Buch „Wild Berlin“ herausgebracht mit 50 grünen Sehnsuchtszielen in der Hauptstadt. Ich habe ja schon viel abgeradelt in Berlin und suche mir dabei auch gern Strecken mit vielen Parks und Natur, aber dieses Buch beinhaltet wirklich noch Orte, die ich noch nicht kenne. Eichwerder Morrwiesen, Fließwiese Ruhleben oder den Landschaftspark Rudow-Altglienicke kenne ich persönlich noch nicht. Das Buch bietet traumhafte Fotos, die Lust auf einen Besuch der Naturschätze machen. Dazu gibt es Infos zu Flora und Fauna, Anreise sowie Highlights. Ein toller Ausflugsführer für alle Berliner, die  mal abseits der bekannten grünen Ecken und ohne überfüllte Spazierwege die Stadt neu erkunden wollen.

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Kommentare:

  • 12. Mai 2021

    Super geschriebener und informativer Artikel :-). In diesen Blog werde ich mich noch richtig einlesen

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