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Manchmal braucht es keine spektakulären Fernziele für eine schöne Radtour. Diese Strecke führt durch den Berliner Norden und verbindet einige meiner Lieblingslandschaften der Stadt: den Berliner Mauerweg, historische Ortskerne, ausgedehnte Waldgebiete und die Havel. Das Ziel ist der S-Bahnhof Heiligensee, von wo aus es bequem mit der S-Bahn zurückgeht.

Start in Rosenthal

Wer mich kennt, weiß ich liebe Berlin-Rosenthal. Los geht es genau hier im Norden Berlins. Entlang der leider nicht mehr bekopfsteinpflasterten Hauptstraße ins beschauliche Wilhelmsruh. Vor der Bahntrasse links einbiegen auf den Berliner Mauerweg. Der ehemalige Grenzstreifen ist heute eine der schönsten Radstrecken der Stadt. Wo einst die Berliner Mauer verlief, führen heute breite Wege durch grüne Landschaften. Immer wieder erinnern Informationstafeln an die Geschichte der deutschen Teilung.

Einkehr-Tipp:du-hier, Hauptstraße 12, 13158 Berlin

Der Weg verläuft angenehm ruhig und bietet eine gute Möglichkeit, Berlin einmal abseits der großen Straßen kennenzulernen.

Durch Alt-Reinickendorf

An der Klemkestraße nach rechts radeln bis zur Breitkopfstraße. Dort rechts abbiegen zum Breitkopfbecken. Eine schöne Siedlung mit Teich in der Mitte. Eine halbe Runde rum und links wieder auf die Klemkestraße schwenken. Geradewegs Richtung Alt-Reinickendorf, einen der ältesten Ortsteile des Bezirks. Zwischen modernen Wohnhäusern finden sich immer wieder historische Gebäude, die an das einstige Dorf erinnern. Besonders angenehm ist die Mischung aus urbanem Berlin und den vielen Grünflächen, die den Norden der Stadt prägen.

Einkehr-Tipp: Gaststätte Latichte, Alt-Reinickendorf 29A, 13407 Berlin

Über die Humboldtstraße nach Tegel

Von Alt-Reinickendorf führt die Route über die Humboldtstraße und die Auguste-Viktoria-Allee weiter Richtung Tegel. Der Verkehr nimmt etwas zu, doch schon bald wird es wieder deutlich ruhiger. Einmal im Zickzack unter der A111 hindurch und von der Holzhauser Straße links abbiegen auf den Jacobsenweg. Am Waidmansluster Damm links abbiegen nach Tegel und dem Tegeler Forst. Tegel ist vor allem für seinen See bekannt, doch auch der historische Ortskern lohnt einen Blick. Wer möchte, kann hier eine Pause einlegen und sich für den landschaftlich schönsten Teil der Tour stärken.

Durch den Tegeler Forst

Hinter Tegel beginnt der Tegeler Forst. Für mich gehört er zu den schönsten Waldgebieten Berlins. Die breiten Waldwege führen durch alte Kiefern- und Mischwälder. An warmen Sommertagen spendet der Wald angenehmen Schatten, während im Herbst die bunten Blätter für eine besonders schöne Atmosphäre sorgen. Als ich dort radelte im vergangenen Herbst waren viele Bäume vom Sturm umgestürzt und einige Wege nicht passierbar. Hier fühlt man sich für eine Weile weit weg von der Großstadt, obwohl das Berliner Zentrum nur wenige Kilometer entfernt liegt.

Einkehr-Tipp: Imbiss Tegeler Wies’n, Tegel / Freizeitpark Malche, 13507 Berlin

Entlang der Havel

Nach dem Wald öffnet sich die Landschaft und die Havel kommt in Sicht. Der Fluss begleitet die Strecke nun über mehrere Kilometer. Immer wieder bieten sich schöne Ausblicke auf das Wasser, vorbeiziehende Boote und die bewaldeten Ufer. Dieser Abschnitt gehört zu den Höhepunkten der Tour. Die Kombination aus Wasser, Wald und weitläufigen Wegen sorgt für echtes Ausflugsgefühl.

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Besonders an sonnigen Tagen laden zahlreiche Bänke am Ufer zu einer Pause ein. Hier lohnt es sich, einfach einmal stehen zu bleiben und die Ruhe zu genießen.

Durch Heiligensee

Weiter geht es nach Heiligensee, einem Ortsteil, der sich seinen dörflichen Charakter bis heute bewahrt hat. Kleine Straßen, Einfamilienhäuser und viel Grün prägen das Bild. In der Eisinsel gibt es leckeres Eis.

Die Nähe zur Havel und zu den umliegenden Wäldern macht den Ort zu einem der angenehmsten Wohngebiete im Berliner Norden. Entsprechend entspannt fährt es sich hier auch mit dem Fahrrad.

Nach einer abwechslungsreichen Strecke endet die Tour am S-Bahnhof Heiligensee. Von hier aus bringt die S25 Radfahrer bequem zurück in die Innenstadt oder zum Ausgangspunkt.

Fazit

Diese Tour zeigt einmal mehr, wie vielfältig Berlin sein kann. Sie verbindet Geschichte auf dem Berliner Mauerweg mit den historischen Ortskernen von Reinickendorf und Tegel, führt durch den Tegeler Forst und bietet mit den Abschnitten entlang der Havel einige der schönsten Landschaften im Norden der Stadt.

Wer eine abwechslungsreiche Tour ohne große Steigungen sucht und dabei viel Grün, Wasser und Berliner Geschichte erleben möchte, wird an dieser Strecke seine Freude haben.

Fotos

Route

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