Radtour durch die Uckermark | Um den Unteruckersee | Tag 2

Meine Freundin Sue und ich waren ein Wochenende in der Uckermark unterwegs. Am Samstag sind wir ein Stück auf dem Uckermärkischen Radrundweg geradelt. Nach einer erholsamen Nacht in unser tollen Pension und einem liebevollen Frühstück wollten wir um die Uckerseen radeln. Unsere Freundin Viv kam am Morgen noch mit dem Zug, um unsere illustere Fahrradgang zu komplettieren.

Der Radweg um den Oberuckersee (der südliche von beiden) verläuft aber gar nicht so recht am Wasser lang. Daher entschieden wir uns kurzerhand für die kürzere Radroute nur um den Unteruckersee.

Wir ließen unsere Gepäckträgertaschen in der Pension. Meine Billigtasche ist am Vortag nämlich kaputt gegangen. Los ging es Richtung Bahnhof Seehausen. Vor dem Bahnübergang geht links ein kleiner Wanderweg rein. Wir wollten nicht an der Straße entlang fahren. Dafür war der Weg recht abenteuerlich mit kleinen und größeren Steinen und viel Feldweg-Beschafffenheit. Nun denn Rock’n’Roll!

Immer geradeaus. An der Südspitze des Sees fuhren wir auch noch durch ein kleines Waldstück. Teilweise verlief der Weg über Holzbohlen. Aber auch hier über Stock und Stein, leicht abenteuerlich. Ich habe kurz angehalten, um ein Foto des Weges zu machen. Scheinbar hielten wir hier direkt in einem Mückenschwarm. In den 20 Sekunden, die wir hielten, habe ich bestimmt 30 Mückenstiche abgegriffen und eine Horde Mücken an diesem Tag sicher sehr glücklich gemacht :-)

An einem kleinen Bahnübergang kamen wir dann wieder auf den offiziellen Radweg um den Unteruckersee, der dann auch schön asphaltiert war. Auf dem Weg nach Prenzlau verlief der Weg immer mal wieder direkt am See entlang. Wunderbar. Die Sonne schien. Der Wind wehte mir um die Ohren. Ich war glücklich. So einfach und doch so toll. So etwas muss man echt viel öfter machen. Es ist wie Urlaub und Berlin rückte in weite Ferne.

Auf dem Weg lachte uns ein Schild des Seerestaurants „Am Kap“ an, welches uns von Helga und Günter, ebenfalls Gäste der Pension, am Morgen empfohlen wurde. Wir machten eine Pause und tranken ein Radler mit herrlichem Ausblick auf den See.

Gastro-Tipp: Seerestaurant Am Kap, Uckerpromenade 84,17291 Prenzlau. www.kap-prenzlau.com

Weiter ging es nach Prenzlau. Hier war ich noch nie. Begeistert hat mich die alles überragende Marienkirche im Stadtzentrum. Sie ist wirklich riesig und auch noch weit außerhalb der Stadt zu sehen. Hier gibt es auch noch eine alte Stadtmauer und viele schöne, alte Gebäude.

Hinter Prenzlau fuhren wir weiter auf einem tollen Radweg um den See. Übrigens auch hier super ausgeschildert. An einer kleinen Badestelle machten wir eine Pause und haben tatsächlich angebadet. Ich habe zwar gefühlt 20 Minuten gebraucht, um ins Wasser zu gehen, aber ich war drin :-)

In Röpersdorf haben wir uns dann noch ein kulinarisches Highlight in Form von Pommes und Currywurst gegönnt. Muss auch mal sein.

Weiter ging es über Zollow, Strehlow und Potzlow. In Potzlow sind wir dann wieder Richtung Seehausen abgebogen. Auf dem Weg zur Pension kamen wir auch noch an tollen alten Gutshäusern und der ominösen Tür im Grünen vorbei. Zurück ging es dann mit dem Zug von Seehausen nach Berlin. Hier habe ich zum ersten Mal einen Waggon erlebt, in dem unten ein durchgängiges Fahrradabteil war. Top!

Hier geht’s nochmal zu Tag 1 unserer Radtour durch die Uckermark.


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Tine

Ich bin Tine, gebürtig aus Berlin und ich liebe Fahrradfahren. Ich setze mich so oft es geht auf mein Fahrrad und fahre einfach los – irgendwohin, wo ich noch nicht war. Und das hier sind meine Radtouren. Mehr Infos über mich und den Blog gibt es hier

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