Radtour um den Templiner- und Schwielowsee und nach Werder

An einem wunderbaren Sommertag habe ich mich mit meiner Freundin Susanne in den Zug nach Potsdam gesetzt, um mit unseren Fahrrädern um den Templiner- und den Schwielowsee zu fahren. Im Bahnhof sind wir Richtung Busbahnhof rausgegangen und dann ging es nach rechts über die Lange Brücke auf die Breite Straße. Hier stellte ich mal wieder fest wie schön Potsdam doch ist. Ich war ewig nicht hier. Eine Radtour durch die Innenstadt muss dann auch mal zeitnah sein.

Nun denn. An der Zeppellinstraße links und dann direkt wieder links nach „Auf dem Kiewitt“. Hier geht es dann eigentlich immer geradeaus. Auf der linken Seite konnten wir dann schon erste Blicke auf den Templiner See erhaschen, aber es sollte noch besser werden.

Nach einer kleinen Holzbrücke führte der Weg dann auch direkt am Ufer entlang. Rechts reihten sich tolle Häuser aneinander, links konnte man sich an dem wunderbaren Ausblick auf den See nicht satt sehen. Der blaue Himmel und die Sonne taten ihr Übriges.

Der Radweg führt dann geradewegs immer am Ufer entlang. Es ist teilweise aus Sand oder Asphalt. Und dann diese Ausblicke – ich konnte davon nicht genug bekommen. Traumhaft.

Hinter dem kleinen Petzinsee kamen wir dann am Schwielowsee raus. Auf der rechten Seite begrüßte uns der kleine Biergarten Baumgartenbrück. Wir konnten nicht anders und mussten auf ein Radler einkehren.

Gastro-Tipp: Gaststätte Baumgartenbrück, Baumgartenbrück 4, 14548 Schwielowsee–Geltow, 03327/55211

Ab hier haben wir dann noch einen Abstecher nach Werder gemacht. Fernab von der unsäglichen Baumblüte ist die Altstadt von Werder wirklich bezaubernd. Kopfsteinpflaster-Straßen, alte Bauernhäuser und die Havel rundherum. Absteigen vom Fahrrad und ein kleiner Spaziergang auf der Halbinsel ist ausdrücklich empfohlen.

Nördlich der Altstadt stehen noch so wunderbar alte Häuser, teilweise mit so tollen Fensterläden. Ich liebe das.

Auf der westlichen Seite von Werder ging es dann wieder Richtung Schwielowsee. Vorbei an schönen Einfamilienhäusern – sicher mit tollem Blick auf den Plessower See.

An der Berliner Straße einen kleinen Schlenker auf die Dr.-Külz-Straße, immer Richtung Glindow. An dem Kreisverkehr dann wieder Richtung Glindow. Es ging durch das Naturschutzgebiet Glindower Alpen. Warum das nun Alpen hieß, weiß ich aber immer noch nicht. Gebirgig war es jedenfalls nicht. Aber landschaftlich sehr schön mit dem angrenzenden Glindower See. Wir machten eine kleine Pause und setzten uns ins Gras, genossen die Sonne und die Ruhe. Herrlich.

Wir fuhren weiter Richtung Petzow und Schwielowsee. Auf der Fercher Straße ging es entlang nach – wie der Name schon sagt – Ferch. Der Radweg verlief separat von der Straße. Sehr angenehm. Auf der rechten Seite brausten Kornfelder an uns vorbei. Ein Stadtkind kann man so einfach glücklich machen :-)

Gastro-Tipp: Haus am See, Neue Scheune 19, 14548 Schwielowsee, 033209 70955

Im Haus am See gab’s erstmal eine Soljanka samt schönem Ausblick auf Jachthafen und See.

Auf der Ostseite des Schwielowsees ging es dann wieder Richtung Potsdam. Hier ist es sehr bewaldet und man fährt leider direkt an der Straße. Bei uns war ein Großteil dieses Abschnitts jedoch eine Baustelle, sodass wir den Weg quasi für uns hatten.

Als wir nach Caputh reinfuhren, machten wir einen Schlenker zum Wasser. Meine Freundin Susanne kennt da eine Strandbar. Wir ließen unsere Räder stehen und gingen über die Eisenbahnbrücke zum Seebad Caputh. Und es ist hier so unglaublich traumhaft. Es ging Bastschirme und Strandliegen, eine Strandbar und ein Restaurant auf dem Steg sowie Sand, Seeblick und Sonnenuntergang. Wie Urlaub! Und als wir da waren, war es super leer. Wir haben es uns auf den Liegen gemütlich gemacht, ein Radler getrunken und aufs Leben angestoßen. Schön war’s.

Es war so schön, dass wir bestimmt 3 oder 4 Züge nach Berlin haben fahren lassen, weil wir noch ein bisschen weiter da bleiben wollten. Das Seebad Caputh ist übrigens auch ein Tipp für Ausflügler ohne Fahrrad.

Irgendwann mussten wir uns dann doch schweren Herzens loseisen und zum Bahnhof Potsdam aufbrechen. Auf der Templiner Straße ging es Richtung Norden. Auch hier gab es wenig zu sehen, der Blick auf den See war durch viele Bäume versperrt.

Ecke Leipziger Straße in Potsdam dann links und immer geradeaus zum Bahnhof. Wir kamen aber auch auf den letzten Drücker an. 2 Minuten später fuhr der Zug. Aber es ist noch alles gut gegangen.

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Tine

Ich bin Tine, gebürtig aus Berlin und ich liebe Fahrradfahren. Ich setze mich so oft es geht auf mein Fahrrad und fahre einfach los – irgendwohin, wo ich noch nicht war. Und das hier sind meine Radtouren. Mehr Infos über mich und den Blog gibt es hier

2 Kommentare:

  1. Schöne Tour, Tine, unsere Haus- bzw. Trainingsstrecke. Wenn Du das nächste Mal fährst, bleib besser in Geltow am Restaurant Baumgartenbrück unten und fahr unter der Brücke durch nach Wildpark West. Der landschaftlich schönere Teil und im Gegensatz zu Werder kaum Verkehr. Dort weiter am Ufer bis zur Eisenbahnbrücke nach Werder rüber. Dort findet man den Anschluss zum Havelradweg oder quert rüber zum Obstpanoramaweg von wo aus man den Kreis zum Schwielowsee wieder schließen kann.

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